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Von Rekord zu Rekord bei den Übernachtungen, aber….

Von Rekord zu Rekord bei den Übernachtungen, aber es gibt auch die zweite Hälfte der Statistik….

Und wieder ist ein neuer Rekord bei Besuchern und Übernachtungen erreicht. Im Jahr 2011 haben knapp 9,9 Millionnen Gäste die Stadt Berlin besucht und dabei 22,4 Millionen Übernachtungen produziert. Dies entspricht einem Anstieg von 9 Prozent bei den Besuchern und 7,5 Prozent bei den Übernachtungen. Das macht Berlin zur Nummer drei unter den europäischen Städten hinter London (48,7 Mio. Übernachtungen) und Paris (35,8 Mio.). Soweit alles wunderbar und bestens und die Hoteliers verdienen sich dumm und dämlich (wie ich immer wieder von Bekannten zu hören bekomme).

Aber wie gesagt, es gibt ja noch die zweite Hälfte der Statistik, die leider nicht oft erwähnt wird. Nämlich die, dass es in kaum einer anderen Metropole so ein Überangebot an Betten gibt. Seit Jahren wächst nämlich die Zahl der neu auf den Markt kommenden Hotelbetten/zimmer schneller als die Zahl der Übernachtungen. Dies führt dazu, dass die durchschnittliche Auslastung der Hotels in Berlin bei nur ca. 50% liegt und der Durchschnittspreis pro Zimmer und Nacht nur ca. 60 Euro beträgt, wie die Unternehmesberatung Roland Berger in einer Studie ermittelt hat. Dies ist sowohl im nationalen, als auch im internationalen Vergleich sehr niedrig. Berlin verfügt derzeit über 125.000 Hotelbetten und allein für dieses Jahr sind weitere 4.000 Betten schon in Bau. Burkhard Kieker, der Toursimuschef von Berlin, bezeichnet Berlin als den “härtesten Hotelmarkt der Welt”.

Stephan Gerhard, Chef des Hotelberatung Treugast, glaubt, dass in wenigen Jahren die ersten Hotels dem Markt zum Opfer fallen werden und aufgeben müssen. Erst wenn das Angebot kleiner werde, gibt es auch die Möglichkeit die Preise auf ein internationales Niveau anzuheben.
Die ersten Opfer dieser Marktbereinigung werden (wie in anderen Branchen auch) die kleinen, Inhaber geführten Betriebe werden. Die können den Preiskampf nicht durchhalten und können evtl. Verluste in Berlin auch nicht mit Gewinnen in anderen Regionen und Städten kompensieren. Besonders kleine Pensionen sind in den letzten Jahren schon reichlich vom Markt verschwunden. Allein meiner Umgebung fallen mir da auf Anhieb die Pension Am Lietzesse, Pension West und Pension Kaiserdamm ein.
Wie in allen Branchen interessiert sich dafür kaum jemand. Ist ja auch klar. Von Kleinbetrieben kann man keine Parteispenden erwarten, keine Vorstands- und Aufsichtsratsposten. Da hält man sich von Seiten der Politik und der Verantwortlichen lieber an die Großen der Branche, wie die Mövenpicks.
Von der IHK, die ja immer so groß tönt, dass sie ja auch MEINE Interessen vertritt (ein großer Witz, wenn es nicht so traurig wäre) kann man in der Beziehung auch nichts erwarten, außer natürlich der Rechnung für den jährlichen Zwangsbeitrag. Aber da bin ich ja schon wieder bei einem ganz anderen Thema.

Sinkende Hotelpreise in Berlin

Laut dem Hotelportal hrs sind die Zimmerpreise in den allen deutschen Städten, außer in Berlin, gestiegen.
Zwar sind die Übernachtungszahlen in Berlin im Jahr 2011 erneut gestiegen, trotzdem sank der durchschnittliche Zimmerpreis, den der Gast zu entrichten hatte. In Berlin waren laut hrs durchschnittlich 82,32 pro Übernachtung zu bezahlen, in Münche kostete eine Übernachtung dagegen im Schnitt 99,83.

International ist New York der Spitzenreiter mit durchschnittlich 180 Euro, was ein Anstieg gegenüber 2010 um 14 Prozent bedeutet. Die günstigsten Zimmer gibt es zu Preisen von 50 – 56 Euro in Bankog, Peking und Kuala Lumpur. Da hat Berlin ja noch etwas Luft nach unten…. Gut is ja dann auch, dass der Berliner Senat mit seiner Touristensteuer von 5% ab 2012 sicher für einen Anstieg der Preise sorgen wird. Oder auch nicht, denn es gibt sicher Hotels, die die Preise noch weiter senken werden. Für mich ist diese Touristen(Abzock)Steuer eine Feigheitssteuer. Warum? Die Steuer wird kassiert von Leuten, die die Berliner Politiker nicht gewählt haben. Die können sich bei der nächsten Wahl nicht revanchieren. Den Berlinern ist dies Steuer sch…egal, denn Berliner übernachten ja nicht in Berliner Hotels. Auch soll die Steuer benutzt werden um touristische Infrastruktur zu verbessern und auszubauen. Zweckgebunden soll sie aber nicht sein, sondern in den normalen Haushalt mir einfließen. Ab mit der Knete min den großen Topf und im schwarzen Schuldenloch verschwunden. Aber das ist ja ein anderes Thema.

Die teureste europäische Stadt ist übrigens wie im Vorjahr Zürich mit 157 Euro (Plus 13 Prozent). Den höchsten Anstieg verzeichnet Rio de Janeiro mit 30 Prozent auf 175 Euro.

Car Trawler / Car Rental Group / Rental Car Group / Sixt

Es kann alles noch viel schlimmer kommen, als man es sich vorstellt.
Wie schon vor ein paar Tagen in meinem u. g. Artikel vermutet verabschiedet sich der erste Kandidat aus der Verantwortung. Nachdem ich nochmal bei Sixt Deutschland nachgehakt habe und mich mit der halbherzigen, ausweichenden Antwort nicht zufrieden gegeben habe, schreibt man mir von Sixt Deutschland sinngemäß: “Ihre Unannehmlichkeiten tun uns Leid, aber leider sind wir nicht zuständig. Bitte wenden Sie sich an Sixt Mexico oder an Car Trawler.” Wie schon vermutet und juristisch sicherlich völlig korrekt, verabschiedet sich Sixt aus der Verantwortung. In der Sixt-Station in MEX läuft zwar ein total toller Werbefilm, der zeigt, wie engagiert Regine und Erich Sixt sind und wie sehr ihnen das Geschäft und das Wohl der Kunden am Herzen liegt. Wenn es dann aber Probleme gibt heißte es: “Mexico geht uns nichts an”. Nach der Car Rental Group hat sich nun auch Sixt davongestohlen. Aber immerhin hat mich die nette Dame bei Sixt Mexico noch an einen “Freund” vermittelt der eine privat Autovermietung hat. Das ist wahrscheinlich alles ganz normal und läuft in Mexico unter “Nebengeschäft”.
Fehlt nur noch Car Trawler, von denen ich bis zum Auftauchen der Probleme gar nicht wusste, dass es sie gibt…. doof wie ich doch nun mal bin.
Es lebe die Globalisierung…. Oder verwechsle ich da jetzt was?

Nun kommt aber der die Oberfrechheit und alles ist noch viel schlimmer. Nicht nur, dass ich auf den Mehrkosten für die Autoanmietung bei einem anderen Vermieter sitzen bleibe, Nein nun habe ich die Info bekommen, dass diese wunderbare Autovermietung. Car Trawler, Car Rental Group / Rental Car Group doch tatsächlich den vollen Mietpreis des Autos von 1008 USD (812 Euro) von meiner Kreditkarte abgebucht hat, obwohl ich das Auto gar nicht bekommen habe. Darf man das schon Betrug nennen? Bestimmt nur ein versehen und bald habe ich das Geld wieder auf meinem Konto.

So, wer nun glaubt, es kann nicht mehr besser kommen, wird sich wundern. Car Trawler hat reagiert und mich erst mehrmals vertröstet, weil Sixt Mexico angeblich nicht auf ihre Klärungsanfrage antwortet. Ende Januar hat es dann doch geklappt und man hat sich entschuldigt, der Fehler läge wohl bei Sixt, die sich vertragwidrig verhalten hätten, und man werde mir das Geld zurück erstatten. Das würde aber ca. 10 Tage daueren. Am 9 Februar erhielt ich dann eine Mail, dass man nun vom “Financal Department” die Genehmigung hätte mir das Geld zurück zu erstatten (wie großzügig aber auch), das würde aber nochmal ca. 10 Tage dauern. Wie frech. Das Geld hat Car Trawler innerhalb 24 Stunden abgebucht, für die Rückerstattung benötigen sie insgesamt fast drei Wochen. Von Entschädigung für meine Mehrkosten keine Spur und keine Rede. Ich habe das sofort reklamiert und Übernahme meiner Mehrkosten verlangt.
Einige Tage später erstatte mir Car Tralwer dann 774 Euro zurück. Abgebucht hatten sie 812. Das ist doch der Gipfel der Frechheit. 38 Euro sind einfach mal verschwunden beim Wechseln des Betrages von 1008 USD in Euro und zurück. 38 Euro für NICHTS bezahlt und dazu noch die Mehrkosten für ein Auto bei einem anderen Vermieter.
Car Trawler sucks…
Ich habe auch das natürlich sofort reklamiert. Mal sehen wie es jetzt weiter gehtl.

Auto mieten Rental Car Group-Car Rental Group, Car Trawler und Sixt

Für einen Urlaub wolle ich ein Auto mieten und habe, wie man das heute so macht, das Internet zur Recherche benutzt und bin dabei auf die Car Rental Group, oder auch Rental Car Group wie sie sich auch nennt, gestossen. Ich fand keine negativen Bewertungen und Kommentare über diese Firma und habe dann ein Fahrzeug für 40 Tag über diese Firma gebucht. Kurz nach der Buchung bekam ich eine Bestätigungsmail mit Mietdauer, Preis, etc. und eine weitere Mail von Car Rental Group mit einem voucher, den ich ausdrucken und dann bei Sixt vorlegen sollten.
So weit, so gut. Als ich zur Sixt Station kam lag die Reservierung auch vor, allerdings verlangte die Dame von mir 23 US$ pro Tag (gesamt also 920 USD)zusätzlich an Versicherung. Ohne diese Versicherung dürfte sie den Wagen nicht herausgeben. Lt. Voucher sind aber alle Versicherungen inkl. Ich habe das erst einmal abgelehnt und versucht über Internet bei holidayauto ein anderes Atuo zu buchen, was aber für den selben Tag leider nicht mehr möglich war. Erst ab dem nächsten Tag hätte ich bei holidayauto ein Atuo für 1250 Euro inkl. Vollkasko bekommen. Da ich nun schon am Flughafen war hatte ich keine Lust meine Pläne zu ändern und akzeptierte. 1008 US, plus 225 USD Gebürhern und Steuern (lt voucher Car Rental Group) plus 40 x 23 US = gesamt ca. 2100 US, ca. 1750 Euro. Ich wollte Urlaub machen und mich um die Probleme später kümmern. Über meine Kreditkarte sollte nun ein Betrag von 35000 Mex Pesos autoriseirt werden, was ca. 2200 Euro sind. Das ist die Fahrzeugmiete, zuzuüglich einer Sicherheitsleistung, die nur autorisiert wird für den Falle eines Schadens. Da das allerdings über dem Limit meiner Karte (2000 Euro) lag, klappte die Autorisierung nicht und die Mitarbeiterin von Sixt weigerte sich nun mir überhaupt ein Auto zu vermieten. Ich bot an den Mietpreis in bar zu begleichen, was nicht möglich war. Auch eine sofortige Banküberweisung oder Einzahlung bei Western Union, o.ä. wurde abgelehent. So stand ich nun da ohne Auto. Ich musste nun eine andere Autovermietung suchen, die Bargeld annahm und nur die Sichereitsleistung über die Karte autorsieren ließ, was letztendlich und nach ca. 2 Stunden auch klappte (auch dank Hilfe dritter Personen). Ich habe nun ein Auto für 1756 Euro mieten müsssen, weil auf die Schnelle nichts anderes zu bekommen war, was erheblich mehr ist als die ursprügnlichen 1230 USD/ 1000 Euro, die auf dem Voucher bestätigt waren.

Ich habe noch am selben Tag eine Reklamation an die Car Rental Group/Renatl Car Group und an Sixt geschickt. Die Car Rental Group erklärte sich für nicht zuständig, da ich nicht bei ihnen sondern bei Car Trawler (who the fuck is Car Trawler?) gebucht hätte. Seltsam. Alle Mails, alle Nachrichten kamen doch von Car Rental Group. Aber nein, siehe da. Schaut man genau auf den Voucher steht ganz oben “Car Rental Voucher” und darunter “Car Trawler Reservation Number”. Ich vermute mal, das Car Trawler eine Schwesterfirma, Briefkastenfirma, o. ä. von Car Rental Group ist um im Falle von Rechtsstreitigkeiten schwerer “greifbar” zu sein. Aber immerhin war die Car Rental Group so “nett” und hat meine Reklamation an Car Trawler weitergeleitet, die den Eingang auch bestätigt haben und innerhal 20 Tagen eine Antwort zugesagt haben.
Von der Firma Sixt habe ich inzwischen auch eine Antwort bekommen:

Bei jeder Fahrzeugmiete sichert sich Sixt über eine Kaution den zu erwartenden Rechnungsbetrag zuzüglich einer Sicherheitsleistung. Diese wird bei Übernahme des Mietwagens auf dem Kreditkartenkonto des Kunden angefragt und nach der Fahrzeugrückgabe wieder freigegeben. Die zu erwartende Höhe der Belastung Ihres Kontos ist in den Vermietrichtlinien für Sixt Mexiko festgelegt. Die Daten standen Ihrem Reiseveranstalter Car Trawler bereits im Vorfeld der Miete zur Verfügung.
Lieber Herr Titz, es tut uns leid, dass Sie diese wichtige Information vorab nicht erhalten haben. Für die abschließende Klärung Ihres Anliegens und eine eventuelle Gutschrift wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Ansprechpartner bei Car Trawler.”

Das nennt man heute glaube ich die Wulffsche Methode. Nur auf den Teil der Frage antworten, der einem genehm ist, den anderen Teil einfach ignorieren, oder unter Hinweis auf rechtliche Gründe die Antwort verweigern.
Die Hauptfrage und der Kern des Prolbems ist nicht die Sicherheitsleistung und die fehlgeschlagene Autorisierung (das war nur die Folge der gestiegenen Summe), sondern die Frage, warum die Dame bei Sixt an Station sich weigerte mir ein Auto zu dem im Voucher vereinbarten Konditionen zu vermieten, sondern mir in fast erpresserische Weise sagte: 23 USD pro Tag zusätzlich oder es gibt kein Auto.
Vielleicht bin ich ein wenig blöd, habe nicht richtig gelesen, oder habe “Versicherung inkl.”, so wie es im Voucher steht, missverstanden. Dann soll man mir das sagen, mir zeigen wo steht, dass ich noch zuätzlich 920 USD zahlen muss, dann räume ich meinen Fehler ein und gut ist es. Aber ich hasse es wenn man mich versucht hinzuhalten, abzuwimmeln, oder für dumm zu verkaufen.

Mein Fazit schon jetzt ist auf jeden Fall: Nie wieder Car Rental Group. Das nächste mal wieder holidayauto oder driveFTI, die haben Firmensitz in Deutschland und keine verschachtelten Unterfirmen und sie sind, wenn was schief geht, nach deutschem Recht greifbar.
Ich habe schon so eine Ahnung wie der Fall ausgehen wird. Sixt ist nicht zuständig und verweist auf Car Trawler (was juristisch sicher richtig ist), Car Rental Group verweist auch auf Car Trawler und Car Trawler wird sagen “Sorry, sie haben einfach Pech gehabt und Ihre Mehrkosten gehen uns nichts an”. Am Ende werde ich die Wahl haben gegen eine Firma in Irland zu klagen, von der völlig ungewiss ist, ob sie liquide und juristisch greifbar ist, oder auf meinen ca. 500 Euro Mehrkosten sitzen zu bleiben. Aber vielleicht werde ich ja auch positiv überrascht. Ich werde weiter berichten.

Internationale Grüne Woche in den Messehallen unter dem Funkturm

Vom 20. Januar bis 29. Januar findet in Berlin in den Messehallen unter dem Funkturm zum 77. Mal die weltweit größte Messe Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau statt. Die Internationale Grüne Woche 2012. Angemeldet haben sich 1634 Aussteller aus 57 Ländern. Die Messeleitung rechnet mit ca. 415.000 Besuchern.
Die Pension Am Park ist nur ca. 800 m vom Eingang zur Messe Berlin entfernt. Zimmer und Unterkunft sind für vereinzelte Daten in den Preiskategorien 39,– bis 59,– (Einzelzimmer) und 59,– bis 69,– (Doppelzimmer) noch zu bekommen. Senden Sie uns eine Email info[at]pension-ampark.de

Fotoausstellung “Facetten des Seins”

Wer sind wir? Leidenschaftlicher Künstler? Ehemaliger DDR-Bürger mit einer Sympathie für Punk? Sind wir hier richtig? Der neue Nachbar? Wahrscheinlich sind wir heute dies und morgen das. Mal ist eine Facette wichtiger, mal eine andere.

Die Absolventen des Reportage-Lehrgangs 2010/2011 des Photocentrums am Wassertor erkunden die Lebenswirklichkeit mit ihrer Vielzahl an Geschichten, Biographien und Lebensentwürfen. So vielfältig wie die verschiedenen Facetten des Seins sind auch die einzelnen Themen: von der Beschäftigung mit der eigenen Geschichte und der eigenen Herkunft, über die Beziehung von Menschen zu ihren Lebensräumen, bis zur Auseinandersetzung mit Krankheit und Tod, die wir gerne aus unserem alltäglichen Leben ausklammern.

Die Reportagen bieten Einblicke in nahe und ferne, in bekannte und unbekannte Welten. Sie zeigen Menschen, die sich mal auf der Gewinnerseite, mal alt, mal krank, mal hin- und hergerissen zwischen dem Hier und Dort, dem Gestern und Heute fühlen.

My-Linh Kunst
porträtiert den fünfjährigen Alon, der im Berliner Virchow-Klinikum der Charité auf eine Herztransplantation wartet.

Sarah Marsh
begleitet einen New Yorker Musiker und Darsteller, der die Offenheit der Berliner Kreativszene genießt.

Dieter Titz
porträtiert den ghanaischen Maler Dennis Doe Tamakloe, der in seiner Arbeit Berliner Graffiti-Fundstücke mit traditioneller afrikanischer Kunst verbindet.

Agata Szymanska-Medina
porträtiert einen palästinensischen Austauschstudenten auf seinen Wegen durch Berlin.

Sigrid Oberer
wirft einen kritischen Blick auf die deutsche Integrationspolitik. Kleine Interviews und Fotos geben einen Einblick in unterschiedliche Analysen von sogenannten “Deutschen” und “Nicht-Deutschen”.

Dennis Schrader
begleitet Zeitzeugen der Gedenkstätte Berlin-Höhenschönhausen. Die ehemaligen Häftlinge der Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit halten mit Hilfe von Besucherführungen die Erinnerung an das Unrechtsregime der DDR wach und wirken einer Verklärung der DDR-Zeit entgegen.

Florian Boillot
beobachtete die rechts populistische Bürgerbewegung „Pro Deutschland“ sowohl bei ihren öffentlichen Auftritten als auch in ihrer Parteizentrale in Marzahn-Hellersdorf.

Leben in der Britzer Hufeisensiedlung – Katja Münz betrachtet die Beziehung von Menschen zu ihrer Umgebung. Wie spiegelt sich unsere Identität in den materiellen Dingen, mit denen wir uns umgeben? Was macht die Orte aus, an denen wir unser Leben einrichten und darauf zurückblicken?

Anja Kehmeier
porträtiert Ursula Ziebarth, Schriftstellerin und Sammlerin, die statt Geschirr Volkskunst in ihren Küchenschränken lagert. Liebevoll aus allen Ländern der Welt gesammelt und akribisch katalogisiert, stapeln sich Schätze und Kuriositäten in ihrer Wohnung und acht Kellern.
Auf einen Blick:

Wann: 07.01.2012 – 10.02.2012

Wo: Projektraum der Alten Feuerwache (Marchlewskistraße 6, Friedrichshain)

Öffnugszeiten: Di – Do 14 – 19 Uhr, Fr – Sa 14 – 20 Uhr

Der Tourismus boomt! Wie sieht die die Tourismuspolitik des Senats aus?

Sybille Nitsche vom Tagesspiegel führte kürzlich ein, wie ich finde, lesenswertes Interview mit Johannes Novy vom Center for Metropolitan Studies der TU Berlin, wo er unter anderem über Stadtentwicklungspolitik forscht. In dem Interview geht es um die Entwicklung des Tourismus in Berlin. Seine Folgen im Positiven wie im Negativen und was die Stadt tut, oder auch nicht.

Mir erscheint es so, dass das Einzige Streben von Berlin und der im Tourismus Verantwortlichen ist, die Zahl der Besucher und Übernachtungen zu steigern um zu den „Markführern London und Paris aufzuschließen. Masse ist das Ziel. Klasse scheint nicht so wichtig zu sein, was sich auch in der Werbung niederschlägt. Ständig lese ich wie billig (nein sorry, „billig“ darf man ja nicht sagen. „Preisgünstig“ heißt das, kommt aber letztlich auf das selbe raus, denn beim Leser kommt „billig“ an.) Berlin ist, was ja auch stimmt. Ziemlich alle Untersuchungen belegen, dass Berlin eine der billigsten, Verzeihung „preisgünstigsten“ meinte ich natürlich, Städte in Europa ist.
Das sich in einigen Bezirken Unmut regt über die Massen von Menschen, die durch den Kiez ziehen, oder auch über die „Sauftouristen“ die teilweise organisiert in Gruppen durch gewisse Gegenden ziehen mit dem einzigen Ziel billig zu trinken, ist da durchaus nachzuvollziehen.
Interessant für mich wäre in diesem Zusammenhang mal zu hören/lesen, wie Städte, die noch mehr Touristen haben als Berlin, sprich London und Paris damit umgehen. Der Stadtkern von Paris ist nicht größer als der von Berlin, muss aber noch mehr Touristen verkraften. Wie funktioniert dort das Nebeneinander von Einheimischen und Touristen? Gibt es ähnliche Phänomene wie in Berlin? Wie sieht Tourismus- und Stadtentwicklung dort aus. Denn klar ist auch, dass Berlin wohl mehr und mehr Touristen bekommen wird und diese ja auch ein enormer Wirtschaftsfaktor sind. Tourismus bringt Geld, Arbeitsplätze und Wohlstand. Wie also kann man Quantität und Qualität, Einheimische und Touristen miteinander in Einklang bringen?

Übernachten in Berlin so günstig wie (fast) nirgendwo in Europa

Im letzten Monat gab es mehrere Berichte und Artikel in verschiedenen Zeitungen und Nachrichtenportalen über die Hotel- und Urlaubspreise in Berlin und anderen Metropolen.
Der Tenor ist immer gleich: Kaum irgendwo ist Urlaub so günstig wie in Berlin.
Das Bewertungsportal Tripadvisor verglichen die Preise für ein Paket, bestehend aus einer Hotelübernachtung in einem Vier Sterne Hotel, einer Taxifahrt von acht Kilometern, ein Drink an der Hotelbar und einer Pizza außerhalb des Hotels. Demnach müssen Reisende in Berlin für dieses Paket im Schnitt 115 Euro bezahlen. In Hamburg werden dafür 145, in Heidelberg sogar 191 Euro fällig. International bezahlt man in London 263, in Zürich 267 und in Prag 124 Euro. Als einzige europäische Metropole war Budapest mit nur 101 Euro noch günstiger als Berlin.
Der Hauptgeschäftsführer des Berliner Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Thomas Lengfelder, bestätigte ähnliche Ergebnisse in diesen Tagen. Laut seiner Aussage werden in Berlin für eine Übernachtung ohne Mehrwertsteuer und Frühstück im Schnitt 90 Euro fällig “So günstig ist in London, Paris oder New York gar nichts zu bekommen.”
Grund für diese niedrigen Preise ist ein, in den letzten Jahren entstandenes, Überangebot von Zimmern. Über 100.000 Betten in rund 650 Hotels und Pensionen gibt es inzwischen in der Stadt. Allein im Fünf-Sterne-Bereich gibt es mittlerweile 23 Hotels, die im Schnitt 140 Euro für eine Übernachtung berechnen. Die Gewinnmargen sind inzwischen sehr gering, wie Herr Lengfelder weiter ausführt. Insolvenzen drohten aber nicht.
Klar nicht. Ein globaler Konzern geht nicht pleite nur weil ein paar Häuser in Berlin schlecht laufen. Pleite gehen nur die kleinen, Inhaber- und Familien geführten Häuser. Die sind darauf angewiesen ihr Geld mit ihrem Hotel oder Pension in Berlin zu verdienen und können nicht die schlechten Ergebnisse in Berlin mit Gewinnen in London und Paris ausgleichen. Aber das ist ja egal.
Vor einem Überangebot an Hotelzimmern hatte auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte schon gewarnt. Für die nächsten Jahre sind ca. 50 neue Hotels geplant oder schon im Bau. Bis 2013 rechnet auch die Dehoga mit ca. 7.500 neuen Hotelzimmern. Die Buchungslage sei aber gut und lag im vergangenen Jahr in allen Hotels bei über 50% .
Ok…. über 50%! Ist das nun gut? Das können nun 50,1, oder 99,9% sein. Nach meiner Erinnerung lag die Durchschnittliche Auslastung lt. Angaben von Visit Berlin bei ca. 55%, und das kann man nun wahrlich nicht als GUT bezeichnen. Das ist, noch dazu bei den aktuellen Preisen, schon eher nahe der Rentabilitätsgrenze.
Visit Berlin wirbt auch weltweit kräftig damit, wie billig (oh Verzeihung, das heißt ja günstig,. Das Wort „billig“ würde ja nie ein Werbefachmann benutzen) denn der Urlaub hier ist. Zu manchen Nebensaisonzeiten bekommt man das Doppelzimmer schon für 28,– Euro pro Nacht.
Die Herren Top-Manager in Hotellerie und Tourismus sollten gut aufpassen, dass wir hier nicht im Laufe der Zeit ein Imageproblem bekommen. Mit billigen Preisen und Werbung nach dem Motto „günstig, günstig, günstig“, zieht man evtl. auch Publikum an, das man vielleicht dauerhaft nicht möchte. Man sollte sich ein warnendes Beispiel an Mallorca nehmen. Das war lange Zeit als Sauf- und Purtzfraueninsel verrufen, weil man auch fast ausschließlich über den Preis verkauft hat. Es hat viel Geld und Anstrengung gekostet (und kostet es wohl immer noch) von diesem Image wieder wegzukommen

Der Papst kommt im September und hält eine Messe im Olympiastadion

Vom 22.9 – 25.9.2011 besucht Papst Benedikt Berlin und wird in diesem Zusammenhang auch eine Eucharistiefeier im Berliner Olympiastadion abhalten.
Die Ankunft Ankunft von Papst Benedkit ist am 22.9. für 10:30 am Flughafen Tegel geplant. Danach steht die offizielle Begrüßung durch den Bundespräsidenten im Schloss Belvue und eine Rede vor dem Deutschen Bundestag auf dem Programm. Von 18:30 bis 20:30 findet dann für die breite Öffentlichkeit die Eucharisitiefeier im Berliner Olympiastadion statt.
Um den Austragungsort war lange diskutiert worden. Ursprünglich sollte die Feier im Hof des Schloss Charlottenburg stattfinden. Dagegen sprachen aber mehrere Punkte. Es gab keine Sitzgelegenheiten, was für ältere und behinderte Besucher ein nicht zu unterschätzendes Problem dargestellt hätte. Auch eine Überdachung ist im Hof des Schlosses nicht vorhanden und der Platz begrenzt.
Als der Andrang und die Nachfrage dann schon kurz nach Bekanntwerden des Termins riesig war, wurde schnell klar, dass der Platz am Schloss nie und nimmer ausreichen würde um alle Besuchswünsche zu erfüllen und man entschied sich dann vernünftigerweise die Feier im Berliner Olympiastadion abzuhalten.
Tickets für die Feier sind über Webseite des Erzbistums Berlin zu bestellen.

Eröffnungsspiel Fußball WM 2011 der Frauen im Berliner Olympiastadion

Vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 trifft sich die Fußballwelt der Frauen in Deutschland. Die deutsche Fußball Nationalmannschaft der Frauen versucht, als amtierender Weltmeister, ihren Titel zu verteidigen.
Die Eröffnungsfeier und das Eröffnungsspielt, Deutschland gegen Kanada, findet am 26. Juni im Berliner Olympiastadion statt. Die Ticketpreise für das Spiel in Berlin liegen bei happigen 70 bis 120 Euro. Tickets für alle Spiele können noch bis zum 17.7. über die Webseite der FIFA geordert werden.

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