Tourismus – Zahl neuer Hotelzimmer steigt weitherhin rasant – die durchschnittliche Auslastung von Hotels und Pensionen sinkt
Die Zahl der Übernachtungen in Berlin steigt weiter auf und wird wohl auch in diesem Jahr ein neues Rekordhoch erreichen. Erstmals sollen mehr als 20 Mio. Übernachtungen in den Hotels und Pensionen der Stadt gezählt werden. Schneller allerdings als die Zahl der Übernachtungen steigt die Zahl der neuen Hotelzimmer, die den Markt überschwemmen. Bald jede Woche eröffnet irgendwo in der Stadt ein neues Hotel und erhöht die Zahl der Hotelzimmer weiter.
Im Jahr 2009 stieg die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zu 2008 um ca. 6%, die Zahl der neuen Hotelzimmer hingegen stieg um 10,9%. Dies führte dazu, dass die durchschnittliche Auslastung der Hotels und Pensionen in Berlin um ca. 4%, auf nunmehr nahe der 50% Grenze, sank. Experten sehen den Markt längst als gesättigt. Trotzdem werden weiter Hotels gebaut und geplant. Für dieses Jahr sollen ca. 1700 zusätzliche Zimmer auf den Markt kommen, 2011 ca. 4000 und in 2012 ca. 3500, wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband meldet. Wer in all diesen Zimmern und Betten mal schlafen soll ist das große Rätsel. Man kann auch nicht darauf vertrauen, dass der die nächsten 20 Jahre jedes Jahr ein neues Rekordhoch bei den Übernachtungen erreicht wird. Irgendwann wird auch bei der Besucher- und Übernachtungszahl eine Stagnation, bzw. ein Rückgang eintreten. Wenn nicht nächstes Jahr, dann eben in fünf Jahren. Es gibt kein unendliches Wachstum.
Die ehemalige BTM – Berlin Tourismus Marketing GmbH, die sich nun in Visit Berlin umbenannt hat sieht einen „Nachholeffekt“ auf dem Weg zur Weltstadt. Der Geschäftsführer Burkhard Kieker nennt die große Zahl der Projekte „atemberaubend“, würde sich aber auch mal eine Verschnaufpause wünschen“. 50 Prozent Bettenauslastung seien „auf die Dauer nicht zuträglich, bei 60 bis 65 Prozent würde eine gewisse Gesundung eintreten“. Andererseits ist er überzeugt davon, dass Bauherren ihre Marktchancen genau analysieren. Als Verlierer sieht Herr Kieker vor allem Pensionen und kleine Privathotels.
„Vielen Dank“ kann ich da nur sagen. Aber das ist ja nicht ungewöhnlich und in anderen Bereichen auch so. Wen interessieren schon kleine Hotels und Pensionen. Die großen (Hotel)Konzerne muss man im Auge haben und unterstützen, nicht die Kleinen.
Der Tagesspiegel schreibt über die Gegend in unmittelbarer Nähe der unseres Hauses
In der Serie “Berliner Lebensadern” schreibt der Tagesspiegel regelmäßig über Berliner Straßen, Viertel und Kieze. Am 31.8.2010 schrieb Harald Martenstein unter dem Titel “Ein Dorf in bester Lage” über die Leonhardtstraße und den Stuttgarter Platz. Ein lesenswerter Bericht über einen wunderschönen “Kiez” in Berlin Charlottenburg in unmittelbarer Umgebung der Pension Am Park.
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Die Staatsoper unter den Linden spielt ab Oktober in Charlottenburg unweit der Pension Am Park
Der Umbau der Staatsoper Unter den Linden hat begonnen und wird bis 2013 dauern. Für die Zeit der Renovierung gastiert die Staatsoper nun nicht Unter den Linden, sondern in der Bismarckstraße in Charlottenburg. Für das Gastspiel wurde das leer stehende Schillertheater umgebaut und operntauglich gemacht und dient der Berliner Staatsoper nun sozusagen als „Asyl“ bis im Jahr 2013 das Stammhaus unter den Lindern in neuem Glanz erstrahlt. Unter anderem wird der Zuschauerraum neu gestaltet und umgebaut um die Akustik deutlich zu verbessern.
Für die Charlottenburger und die Gäste der Pension Am Park ist das natürlich ein wunderschöner Zustand. Gibt es doch nun, neben der Deutschen Oper, auch noch eine zweites Opernhaus und Kulturhighlight in unmittelbarer Nähe.
Badenscher Hof ein Tipp für Musikfreunde
Der „Badenscher Hof“ lässt vom Namen her alles mögliche vermuten, nur nicht einen Jazzclub, und noch dazu einen so guten. Als ich das erste Mal vom Badenscher Hof hörte, dachte ich an eine Pension, ein Hotel, oder ein schwäbisches Restaurant. Das mit dem schwäbischen Restaurant ist dann auch gar nicht so verkehrt, aber dazu später.
Ich erhielt von einem französischen Gast von mir aus Frankreich eine Email mit einem Link zu dem Konzert von Ray Blue „Tribute to Ray Charles“ im Bandenscher Hof. Dieser Gast empfahl mir wärmstens dort hinzugehen und das Konzert zu besuchen. Für neue, gute Tipps immer aufgeschlossen habe ich das auch sofort in Angriff genommen. Ich rief im Badenscher Hof an und erfuhr, dass man für 15 Euro pro Person diesem Konzert beiwohnen kann und reservierte sofort zwei Plätze. Das Konzert fand am 15.5. ab 21:00 statt. Um noch Zeit zu haben und etwas zu essen trafen wir gegen 19:45 ein und bekamen 2 Plätze an einem Tisch zugeteilt. Der Raum in dem das Konzert stattfindet bietet ca. 40 Sitzplätze, die auch alle belegt sind. Man teilt sich einen Tisch immer mit „fremden“ Leuten, die dann aber bald keine Fremden mehr sind. Bei der Speisekarte kommt dann der Bezug zum badischen und dem Badenscher Hof zum Vorschein. Es gibt u. a. schwäbische Küche. Maultaschen, Spätzle, Zwiebelrostbraten, aber auch Salate und Bratkartoffeln u. v. m.. Die Käsesptäztle und die Maultaschensuppe schmeckten total lecker und waren preislich im unteren Bereich dessen, was man so in Berlin bezahlen muss.
Das Konzert begann mit einer halben Stunde Verspätung (was normal ist, wie mir Stammgäste sagten) um 21:30 und dauerte mit einer längeren Pause bis ca. 23:45 Uhr. Das Konzert war klasse und die Stimmung innerhalb kürzester Zeit auf dem Höhepunkt. Wir waren total begeistert und kommen sicher wieder.
Ich kann meinen Gästen und allen Berlinbesuchern einen Konzertabend im Badenscher Hof wärmstens empfehlen. Tolle Musik, gute Hausmannskost, klasse Atmosphäre….
Bis bald mal wieder…..
Badenscher Hof
Badensche Straße 29 / Ecke Berliner Straße
10715 Berlin Wilmersdorf
+49 (0)30 861 00 80
Frida Kahlo Retrospektive im Martin-Gropius-Bau
Im Martin Gropius Bau in Berlin sind vom 30.April bis 9. August 170 Malereien und Zeichnungen der berühmten mexikanischen Künstlerin zu sehen. Einige der Exponate waren noch nie vorher zu sehen oder galten gar als verschollen. Ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung ist ihr letztes Werk, welches ebenfalls noch nie zuvor irgendwo ausgestellt war. In der Ausstellung wird die rätselhafte Verschlüsselung ihrer Bilder durch Zahlen und Wortspiele erklärt und verdeutlicht.
Die Ausstellung wird von einer Fotoschau aus dem Besitz der Familie und nahestehender Freunde begleitet. Diese Fotoschau wird von Frida Kahlos Großnichte, der Fotografin Cristina Kahlo betreut.
Der Ansturm an den ersten Besuchertagen war groß und die Schlangen lang. Bis zu zwei Stunden Wartezeit muss man derzeit einkalkulieren. Solche Schlangen und Wartezeiten erinnern an die Moma. Im Jahr 2004 wurden in der Neuen Nationalgalerie Werke aus dem New Yorker Museum of Modern Art (Moma) gezeigt und während der gesamten Dauer der Ausstellung kam es zu langen Schlangen und Wartezeiten.
Ostern 2010 in der Stadt
Ostern in Berlin. Karfreitag, schönes, sonniges Wetter, die Stadt ist voll von Touristen und platzt aus allen Nähten, wie man speziell am Checkpoint Charlie sieht. Aber auch die Berliner genießen das schöne Wetter und streben ins Freie und in die Parks.
Rund um den Potsdamer Platz genießen Besucher und Berlin das Wetter.
Übernachtungen in Berlin so preiswert wie sonst nur in Ländern der Dritten Welt
Wie die Berliner Morgenpost am 20. März 2010 berichtet sind die Preise für Übernachtungen in Berliner Hotels und Pensionen so günstig wie kaum sonst irgendwo in Europa und befinden sich heute auf dem Niveau der Preise von 2003. Die Berliner MoPo beruft sich dabei auf den Hotelpreis-Index (HPI) der Hotelbuchungsseite hotels.com. Über diese Seite können Kunden 94.000 Hotels an 16.000 Standorten buchen. Durch die generierten Buchungen kann hotels.com exakt den tatsächlich bezahlten Preis für eine Hotelübernachtung ermitteln.
Für ein Übernachtung im 5-Sterne-Hotel muss man in Berlin demnach durchschnittlich 136 Euro ausgeben. Wer es billiger möchte muss auf einige wenige Städte Osteuropas und in Schwellenländer ausweichen. Budapest, Kapstadt, Lissabon, Marrakesch, Prag, Warschau und Peking gehören zu Städten wo man noch billiger übernachten kann. Erhöht man der Preis auf 150,– Euro pro Nacht (was immerhin ein Plus von ca. 10% gegenüber den Berliner Preisen ist), kann man auch noch in Bangkok, Kairo, Dublin, Frankfurt/Main, Istanbul, Las Vegas, Madrid, Oslo, und Wien übernachten. Ähnlich sieht diese Rangliste auch in der 3-Sterne-Kategorie aus.
Für mich ist diese Studie keine Überraschung, ich spüre diesen Preisdruck jeden Tag am eigenen Leib.
Frühlingserwachen Am Lietzensee in Berlin Charlottenburg
Man kann die Freude und Erleichterung förmlich mit Händen greifen.
Endlich ist die Kälte vorbei und das erste Mal im Jahr 2010 hat man das Gefühl von Frühling und vom Ende des Winters. Die Sonne scheint und die Leute strömen ins Freie und auch im Cafe am noch zugefrorenen Lietzensee sitzen die Gäste schon draußen im Freien und genießen die ersten Sonnenstrahlen.
Übernachtungszahlen – Da kann doch etwas nicht stimmen
In der Kalenderwoche 3/2010 habe ich in einer seriösen Berliner Tageszeitung einen Bericht gelesen der als Inhalt die Mehrwertsteuersenkung für die Hotellerie hatte, welche sich die Hotels in die eigene Tasche stecken würden, worauf ich in einem anderen Beitrag in meinem Blog näher eingehe. Im Anschluss an Bericht veröffentlichte die Journalistin noch folgende Zahlen:
In 2009 gab es in Berlin 19 Mio. Übernachtungen, in 2003 waren es 11 und in 1993 7,3 Millionen. Es gibt 723 Hotels in Berlin was zu 2008 einen Anstieg um 71 Hotels bedeutet. Die Auslastung der Hotels ist in 2009 im Vergleich zu 2008 um weitere 5% auf 56% gestiegen.
Ein Haufen Zahlen, die nicht miteinander vergleichbar sind da sie aus unterschiedlichen Jahren sind und mal in Prozenten, mal in absoluten Zahlen angegeben sind. Aber auf den ersten Blick kamen mir die Zahlen nicht schlüssig vor und ich habe mir die Mühe gemacht die Zahlen mal nachzurechnen (2008 zu 2009) und vergleichbar zu machen.
Übernachtugen
2008 17,8 Mio (lt. BTM)
2009 19 Mio
Das macht ein Plus von 1,2 Mio, oder 6,74%
Hotels:
2008 652 (723 minus 71)
2009 723
Plus 10,9%
Auslastung lt. Artikel angeblich plus 5% gegenüber 2008
Wie sich das rechnet ist mir ein völliges Rätsel. Auf 10,9% mehr Hotels (ich gehe davon aus, dass die Zahl der Betten/Zimmer auch um ca. 10% gestiegen ist) kommen NUR 6,74% mehr Übernachtungen, was dann eine Steigerung der Auslastung um 5% ergibt.
Ich habe die Zahlen mehreren anderen Leuten gezeigt, weil ich dachte, das ich evtl. einen Denkfehler mache, aber keiner konnte das nachvollziehen. Selbst wenn ich in Betracht ziehe, dass natürlich die neuen Hotels nicht am 1.1.2009, sondern im Laufe des Jahres erst auf den Markt kamen, kann ich die Zahlen nicht nachvollziehen.
Wenn ich dann noch mit einbeziehe, das im Mai 2009 viele Hotels Umsatz- und Übernachtungsrückgänge (teilweise im 2-stelligen Prozentbereich) meldeten im Vergleich zu 2008, deshalb Einstellungsstopps verhängten, Mitarbeiter in Zwangsurlaub schickten, Restaurants schlossen und ihre Sterne-Klassifizierung abgaben, rechnet sich diese Auslastungssteigerung noch viel weniger.
Ich habe also eine Mail an die Journalistin geschrieben und sie gebeten mir das mal zu erklären oder vorzurechnen. Leider habe ich keine Antwort bekommen.
Wir reden hier nicht von der Zeitung mit den vier großen Buchstaben, oder einem anderen Blatt dieser Kategorie (da hätte ich mich ja nicht gewundert), sondern von einer seriösen, angesehenen Zeitung.
Hotels geben die Mehrwertsteuersenkung angeblich nicht weiter
In den letzten Tage erschienen in mehreren Tageszeitungen Berichte darüber, dass die Hotels die Mehrwertsteuersenkung, welche sie seit 1.1.2010 genießen, nicht an die Gäste weitergeben, sondern sich in die Tasche stecken.
Auch ich halte die Senkung der MWST für einen Witz und reine Klientelpolitik und habe das auch in meinem Blog am 3.12.09 thematisiert.
Was mich an all den Artikeln stört ist die Art der Datenerhebung. Da ich eine kleine Pension bin und mich, was die Preise angeht, an den großen Marktführern orientieren und anpassen muss habe natürlich auch ich versucht herauszufinden wie sich die Preise entwickeln. Mir ist das aber nicht gelungen.
Die Zeitungsberichte basieren anscheinend alle auf einer Stichprobe, welche mehrere Verbraucherzentralen durchgeführt haben sollen. Diese hatten Mitte Dezember 2009 in einigen Hotels angerufen und sich die Preise notiert und diese Abfrage Mitte Januar 2010 wiederholt.
Diese Art der Preiserhebung ist, vorsichtig ausgedrückt, nicht sehr schlau, anders ausgedrückt sogar unseriös. Warum? Man kann nicht Preise von Dezember mit Preisen von Januar vergleichen. In Berlin z. B. ist Mitte Dezember die Auslastung der Hotels eher schlecht, weil keine größeren Kongressen und Messen stattfinden. Dies bedeutet, dass auch die Preise niedrig sind. Zu der Zeit konnte man Zimmer im 5-Sterne-Hotel schon ab 99,– inkl. Frühstück und im 3-Sterne-Hotel ab 29,– bekommen (auf Basis dieser Preise kann ich nur hoffen, dass KEIN Hotelier die MWST-Senkung weitergibt). Mitte Januar jedoch ist in Berlin Grüne Woche und Fashion Week. Zwei Großveranstaltungen also, die die Belegung der Hotels stark steigen lassen und automatisch höhere Preise zur Folge haben. Wenn schon Preise vergleichen, dann Januar 2009 mit Januar 2010 und Dezember 2009 mit Dezember 2010. Das sind vergleichbare Zahlen. Ich kann ja auch nicht im Februar die Hotel- und Flugpreise in/nach Mallorca mit denen zur Ferienzeit vergleichen.
Meiner Meinung nach lässt sich über die generelle Preisentwicklung aktuell noch gar keine seriöse Aussage treffen.
Hotelpreise sind Tagespreise und ändern sich oft mehrmals wöchentlich, je nach Auslastung und Nachfrage. Anhand der „offiziellen, veröffentlichten“ Preise kann man auch sicher keine Aussage darüber treffen ob die Senkung der Mehrwertsteuer weitergegeben wird oder nicht. Um darüber eine sichere Aussage zu treffen muss man den Durchschnittspreis, bzw. den tatsächlich erzielten Preis pro Nacht/Zimmer über einen längeren Zeitraum zu Grunde legen, der von den offiziellen Preisen oftmals erheblich nach unten abweicht. Ist die Auslastung nicht besonders gut werden wir schnell wieder sehr niedrige Preise sehen
Deshalb halte ich die Aussage, dass die Hotels die Senkung nicht weiter geben für verfrüht und nicht sehr seriös zum jetzigen Zeitpunkt. Traurig finde ich nur, dass anscheinend alle Zeitungen blind abschreiben, ohne auch nur mal kurz darüber nachzudenken, ob die Recherche Hand und Fuß hat und seriös durchgeführt wurde.
Außerdem war die Begründung der Politik für die Senkung der Mehrwertsteuer nicht niedrigere Hotelpreise, sondern den Hoteliers Geld für Investitionen und Personal zu geben um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Von Preissenkungen war da nie groß die Rede.
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